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Wer mit Fernwärme heizt, braucht keine eigene Heizung mehr im Gebäude, keine Öl- oder Gastherme, keine Kaminreinigung, keine Brennstofflagerung. Doch wie gelangt die Wärme ins Haus? Die Antwort: Über eine Übergabestation.
In diesem Beitrag zeigen wir, wie eine Übergabestation funktioniert, welche Arten es gibt, und warum sie ein zentrales Element in jedem Fernwärmeanschluss ist.
GUT ZU WISSEN
Was ist eine Übergabestation?
Die Übergabestation ist das Bindeglied zwischen Fernwärmenetz und Hausinstallation. Sie sorgt dafür, dass die im Netz erzeugte Wärme sicher und geregelt im Gebäude ankommt und übernimmt dabei wichtige Aufgaben wie:
Wärmeübertragung
Drucktrennung
Temperaturregelung
Verbrauchsmessung
🛠️ Direkter oder indirekter Anschluss?
Es gibt zwei Hauptarten von Übergabestationen:
|
Typ |
Beschreibung |
Einsatz |
|
Indirekt |
Mit Wärmetauscher: |
Standard in der Schweiz, |
|
Direkt |
Netz-Heizwasser |
Möglich bei kleinen Systemen |
In über 90 % der Fälle wird in der Schweiz eine indirekte Station eingesetzt, vor allem, weil sie Sicherheit, Schutz vor Netzstörungen und bessere Regelbarkeit bietet.
🔍 Was ist in einer Übergabestation enthalten?
Eine moderne Übergabestation ist kompakt, vormontiert und platzsparend. Sie besteht aus:
Wärmetauscher (Plattenwärmetauscher aus Edelstahl)
Regelventil mit Temperaturfühler (zur automatischen Vorlaufregelung)
Wärmemengenzähler (für die Abrechnung)
Umwälzpumpe (falls benötigt)
Absperrarmaturen und Rückschlagventile
Optional: Warmwasserbereitung mit Frischwasserstation
Die Komponenten sind meist auf einer Montageplatte oder in einem Gehäuse vormontiert und werden als Kompaktstation geliefert.
🏘️ Wo wird sie installiert?
Die Übergabestation wird in der Regel im Keller des Gebäudes oder in einem Technikraum eingebaut. Dort, wo auch früher die Heizkessel standen. Sie braucht:
eine Rohrverbindung zum Fernwärmenetz (Vorlauf und Rücklauf),
Stromanschluss (für Regelung und Pumpe),
und Zugänglichkeit für Wartung und Ablesung.
🧠 Vorteile für Eigentümer und Betreiber
Wartungsarm: Kein Brenner, kein Kamin, keine Verbrennung
Platzsparend: Kompaktstation auf <1 m²
Effizient: Temperatur- und Mengenregelung optimiert den Verbrauch
Einbindung in Gebäudeleittechnik möglich
Fazit: Klein, aber entscheidend
Die Übergabestation ist das Herzstück jeder Fernwärmeanlage im Gebäude: kompakt, sicher und effizient.
Sie sorgt dafür, dass die zentrale Wärme auch auf Gebäudeebene optimal genutzt wird, ganz ohne Heizkessel.




